CSU Mietraching-Greising

Gasversorgung für Mietraching und Fernwasser für die Ortsteile Parst, Freiberg, Hackermühle und Ringelswies

Nachdem die Stadtwerke Deggendorf in Kooperation mit der Energienetze Bayern GmbH & Co. KG im Juni diesen Jahres eine Haushaltsbefragung zur Erschließung des Erdgasnetzes im Ortsteil Mietraching durchgeführt hatten, initiierte der CSU-Ortsverband Mietraching-Greising eine Informationsveranstaltung zu diesem Thema mit OB Dr. Christian Moser als Stadtverbandsvorsitzenden sowie dem Leiter der Stadtwerke Deggendorf, Christian Kutschker und Dominik Kraus, Fachgebietsleiter Wasser und Erdgas.

Etwa 50 Interessierte fanden sich am 08.08.2019 um 19 Uhr im Pfarrheim Mietraching ein, nachdem das Gasthaus Tannerbauer als langjähriger traditioneller Tagungsort nicht mehr zur Verfügung steht.

Nach der Begrüßung durch den CSU-Ortsvorsitzenden Benedikt Lender bekundete OB Moser seine Freude über die Teilnahme der Anwesenden trotz der hochsommerlichen Temperaturen und hob Erdgas als Energie mit Zukunft hervor. Da die Schule Mietraching saniert und eine neue Turnhalle gebaut werden wird, soll die Schule zuvorderst an das Erdgasnetz angeschlossen werden, um diese von allen fossilen Brennstoffen mit dem höchsten Brennwert ausgestattete Energie, gekoppelt mit Umweltfreundlichkeit, zu nutzen. Der Leiter der Stadtwerke, Christian Kutschker, hatte sodann das Wort. Zunächst umriss er die vielfältigen Aufgaben der Stadtwerke; nannte die Mitarbeiterzahlen, den jährlichen Umsatz der Stadtwerke von 50 Mio. Euro, die Investitionen von 3 Mio. Euro im vergangenen Jahr und den ermittelten Bedarf.  Dominik Kraus hob hier insbesondere die Verflechtung der Energieversorgung für das Ganzjahresbad Elypso hervor. Nachdem das allgemeine Aufgabenbild der Stadtwerke abgeschlossen war, bekamen die Zuhörer einen allgemeinen Überblick über die Zusammensetzung und Herkunft von Erdgas. Christian Kutschker betonte, dass es sich bei diesem wirtschaftlichen Energieträger um kein Flüssiggas handle, bevor er anhand von auf die Leinwand projizierten Folien die Punkte für die Angebotserstellung darlegte. Zunächst sind von Seiten der Stadt Ruselstraße, Itzlinger Straße und Schulstraße sowie die beiden linksseitigen Straßen Sonnen- und Fliederstraße für einen Erdgasanschluss vorgesehen. Die Kosten für den Straßenanschluss beziffern sich momentan auf 1750 €; die Umrüstung und Verlegung ins Haus selbst kommen noch dazu.

Das zweite brisante Thema war die Fernwasserversorgung der Ortsteile Parst, Freiberg, Hackermühle und Ringelswies. Hierzu referierte Dominik Kraus, dass die WBW Flanitz die Stadt beliefere und auch Wasser durch Eigengewinnung zur Verfügung stehe. Um die genannten 4 Ortsteile ebenfalls an die Fernwasserleitung anzuschließen, ist geplant, das Hauptleitungsnetz um etwa 940 m zu verlängern und eine neue Pumpstation zu bauen. Bis dato wurde ein Baukostenzuschuss von 4,97 €/m² erhoben; nach neuer Berechnung reduziert sich der zu entrichtende Preis (Erschließungskosten) auf 3,96 €; die Höchstgrenze für übergroße Grundstücke wurde auf 1500 m² festgelegt, was zu einigem Raunen seitens der Zuhörer führte, weil den Betreffenden nicht sofort klar war, dass es sich hier um ein Entgegenkommen der Stadt handelt. Normalerweise werden die Kosten aus dem Baukostenzuschuss multipliziert mit der Grundstücksgröße. Weil zahlreiche Anwohner neben ihrem Haus noch Wiese und Wald haben, führt das zu Grundstücken über diese 1500 m². Hieraus würde man beispielsweise für 3000 m² (x ger.5 €) 15000 € bezahlen. Nach der neuen Berechnung werden alle Grundstücke bei maximal 1500 m² rechnerisch gekappt. Viele Betroffene möchten trotzdem nicht anteilig für Wald und Wiese bezahlen, doch hat Herr Kraus zugesagt, jeden Einzelfall zu prüfen und ggf. die Grundstücksgröße noch geringer anzusetzen.

Kutschker und Kraus stellten sich sodann den differenzierten Fragen einiger Betroffener. Am Ende der Informationsveranstaltung setzte sich OB Moser noch mit Vertretern des TSV Mietraching zusammen, da diese noch Extrawünsche für den Turnhallenneubau hatten.
Abschliessend dankte Benedikt Lender den Vertretern der Stadt Deggendorf für ihre Erörterung und Einsatzbereitschaft.

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